Lecker Hörnchen – Ahorn als Ferment

Gärade noch rechtzeitig, bevor der Sommer kommt, eine Kurzvorstellung unseres Saisonneulings: junge zarte Ahornblätter aus dem Gärglas. Das geht so fix, da Bedarf es gar keiner großen Worte: geschwind ein paar zarte Ahornblätter vom Baum stibitzen, diese in feine Streifen schneiden, salzen, eine Stunde warten und dann durchkneten. Fertig fürs Gärglas. Angemerkt sei noch, dass… Lecker Hörnchen – Ahorn als Ferment weiterlesen

Africa meets India – Chat masala mit Baobab

Es ist ja nicht so, als gäbe es in Afrika keine Mango und demzufolge auch kein Pulver von unreifen Mangos. Nichtsdestotrotz sortieren wir Amchuur, also das leicht säuerlichen Mangopulver, für unsere Gewürzmischung „Chat Masala goes Africa“ mal aus. Wer Chat Masala kennt, dem läuft gerade das Wasser im Mund zusammen. Eine geniale Mischung, weil sehr… Africa meets India – Chat masala mit Baobab weiterlesen

Safou-Sößle – afrikanische Pflaume mit ein paar Scharfmachern

Anpfiff: Langsam starten wir in die Safousaison. Daher hier eine Inspiration, wie sich die afrikanische Pflaume mediterran verarbeiten lässt. Pur essen ist natürlich erlaubt, aber ein wenig Abwechslung schadet ja nie. 250g afrikanische Pflaume, nicht zu süß bzw. noch nicht zu reif, dürfen also ruhig etwas säuerlich sein (haptisch gedacht: ergo keine leicht zerquetschbaren Früchte)… Safou-Sößle – afrikanische Pflaume mit ein paar Scharfmachern weiterlesen

Aquafabulöses Zatar – mittendrin statt nur oben drauf

Dass die Gewürzmischung Zatar trotz oder gerade wegen ihrer Schlichtheit (oft besteht Zatar nur aus Sumach, Sesam und Thymian) ein ähnlich guter Gaumenschmaus wie Dukkah ist, sollte euch hoffentlich bekannt sein. Wenn nicht, dann habt ihr dringenden Nachholbedarf. Für eure grobe ORIENTierung: Zatar ist für die nordafrikanische und arabische Küche praktisch unverzichtbar. Es wird meisten… Aquafabulöses Zatar – mittendrin statt nur oben drauf weiterlesen

Gesprosste Linsen-Cräcker für Normal- oder Rohköstler

Rohköstler aufgepasst, wir greifen heute in eure Kiste und lassen es cräcken. Alle andern sind herzlich eingeladen mitzuknuspern, können ihren Herd auch ein paar Grad höher drehen, wenn sie a) keine Zeit zum Warten oder b) keinen Dörrautomaten haben. Preparation: Linsensprossen züchten. Nutzt die Zeit, in der ihr Abends noch nicht mit der Harke durch… Gesprosste Linsen-Cräcker für Normal- oder Rohköstler weiterlesen

Grüner Schockmoment bei Hirse-Brötchen

Zugegebenermaßen sind meine Backerfahrung mangels Interesse an Kuchen und Co. relativ überschaubar. Einige Erfahrungen, wozu wildes Drucheinanderwürfeln von diversen Resten führen kann, habe ich dennoch gemacht, eine solch grüne Begegnung (ohne das bewusste Beifügen von Wildkräutern etc.) ist mir bisher jedoch noch nicht untergekommen. Aber fangen wir von vorne an. Folgende Zutaten haben sich in… Grüner Schockmoment bei Hirse-Brötchen weiterlesen

Dukkah – afrikanisch inspiriert

Von der Gewürzmischung Dukkah gibt es vermutlich so viele Versionen wie es auch Hobbyköche gibt. Im Grunde genommen kann man daher eigentlich gar nichts falsch machen, wenn man diesen sehr verlockenden Mix, der sich so wunderbar in Öl anrühren und mit dem nächsten Fladenbrot verspeisen lässt, in seinem Mörser zermürbt. Gefühlt klingen manche Rezepte für… Dukkah – afrikanisch inspiriert weiterlesen

Afrikanische Cräcker – an Maniokmehl und Erdnuss knabbern

Once more ein kleiner Trip in den Süden. Neue Ladung an Fufu eingetroffen:  fermentiertes feines Maniokmehl ist also back in the kitchen. Ein Allrounder, stärkehaltig und bindefähig auch wenn komplett glutenfrei. Let’s Crack around… Was sind die Basics? Fufu (150 g), Okara (3 Esslöffel), Egusi (75g) und Njansang (25g) Was macht die Würze diesmal aus?… Afrikanische Cräcker – an Maniokmehl und Erdnuss knabbern weiterlesen

Mozz mir mal nicht rum – die Walnuss macht diesen Käs‘

Mozzarella ist ja ein eher unauffälliger Zeitgenosse hinsichtlich seines Geschmacks. Wer nach ein wenig „Gaumenfreuden-Tuning“ lechzt und nebenbei auch gerade keine Kuh zum Melken von ein paar Liter Milch zur Hand hat, dem möchte ich folgendes Experiment auf den Weg geben. Vorab: optimal wäre es, wenn ihr ein paar Böhnchen gekocht habt die Tage, denn… Mozz mir mal nicht rum – die Walnuss macht diesen Käs‘ weiterlesen

Safou – die afrikanische Pflaume im Scheinwerferlicht von Flora Obscura

Schon satt von der Avocado und auf der Suche nach einer Alternative? Dann guckt euch einmal diese Pflaume hier näher an, ein Prachtexemplar, oder? Wieder einmal Zeit für ein klein bisschen Warenkunde, darauf aufbauend können wir ja die nächsten Experimente am Herd starten. Die Safou, also die afrikanische Pflaume (Spezialisten kennen sie auch unter dem… Safou – die afrikanische Pflaume im Scheinwerferlicht von Flora Obscura weiterlesen

Top of Gartenmelde auf den Grill

… okay, der Grill war es nicht ganz, eher das Grillgitter meines Ofens. Nichtsdestotrotz, maximal erwähnenswert, folgende kleine, völlig unkompliziert herzustellende Knabberei aus der Natur. Die Gartenmelde, ihres Zeichens auch weißer Gänsefuß genannt, habe ich ja kürzlich zu meiner Entdeckung meiner persönlichen Wildkräuter-Saison erkoren. Die Blätter haben sich schon klassisch als Spinat oder im Salat… Top of Gartenmelde auf den Grill weiterlesen

Wildkraut der Saison lässt cracken: Gänsefuß

Die Entdeckung eines neuen Wildkrauts pro Saison muss sein. Meine Würfel sind gefallen: Der weiße Gänsefuß ist es heuer. Von den Fans des englischen Rasens zwar noch nicht auf dem Level des Gierschs eingeordnet, dennoch ist auch er als Unkraut verschrien. Eigentlich jedoch ein sehr ertragreiche Zeitgenosse: seine Blätter lassen sich zu Spinat verarbeiten, die… Wildkraut der Saison lässt cracken: Gänsefuß weiterlesen

Eine Frage des Stiels – Mairübchens Mittelteil als Gemüsepuffer

Schnell auf den Markt, ein paar davon gibt es noch: Mairübchen. Ein gelungener Kompromiss der Natur. Scheinbar für diejenigen gedacht, denen der Radi zu rass, dennoch nach etwas Saftigem zu Mute ist und für die aber zwecks sommerlicher Temperaturen eine dicke rote erdige Beete einfach zu mächtig am Teller daherkommt. Die Verwendung der Rüben stellt… Eine Frage des Stiels – Mairübchens Mittelteil als Gemüsepuffer weiterlesen

African Käse – Kern trifft auf Nuss

Ein „Statt-Parmesan“ mit leichtem Nigeria-Flavour gefällig? Paranüsse Mandeln Walnüsse zu gleichen Teilen in den Blitzhacker. Salz, Hefeflocken hinzu. Ja, das kommt dem Veganesen bis dahin alles sehr vertraut vor. Aber nun das Addon: ein Teelöffelchen Ogbono, gemahlener Kern der wilden afrikanischen Mango, der seines Zeichens ein von sich aus leicht käsiges Aroma .it sich bringt.… African Käse – Kern trifft auf Nuss weiterlesen

Radius erweiternd: auch Radieschenblatt macht satt

Seid „Foodwasten“ gesellschaftlich verpönt wird, lässt sich endlich schonungslos alles verwenden in der vegetarischen Küche, was nicht bei 3 auf dem Baum ist – sogar ohne schiefe Blicke zu ernten, stattdessen hagelt es Nachhaltigkeitscredits. Wer weiss, wenn das jüngste Gericht ansteht, evtl. werden die einem dann sogar gutgeschrieben. Bleiben wir vorerst aber lieber am irdischen… Radius erweiternd: auch Radieschenblatt macht satt weiterlesen

Rauke sei Dank: Knoblauchfreier Aioli-Dip

Der Frühling bietet uns eine wunderbare Alternative nicht nach Knoblauch zu riechen, sondern ihn nur zu genießen. Die frischen, jungen, saftigen, grasgrünen, freudig im Wind wedelnden (meine Begeisterung für das folgende Pflänzchen sollte spätestens jetzt deutlich beim Leser angekommen sein) Blätter der Knoblauchsrauke geben uns ein wunderbares, an die Knolle erinnerndes Aroma. Dessen Ursprung ist… Rauke sei Dank: Knoblauchfreier Aioli-Dip weiterlesen

Kichererbsenwasser marsch! Mit Aquafaba in die Roten Beete

Aquafaba?! zu deutsch: Kichererbsenwasser… Kichererbsen-was? Ja, Kichererbsenwasser, also die Flüssigkeit, in der die Hülsenfrüchte für den Verzehr verweichlicht werden. Und ja: weil es nun ein Blogeintrag folgt, lässt sich wohl auch daraus nochmal etwas an(den-Herd)stellen. Vor gut zwei, drei Jahren wurde das Wässerchen lobgehudelt, hat es nicht nur zum Wikipedia-Eintrag sogar zu seiner eigenen Society… Kichererbsenwasser marsch! Mit Aquafaba in die Roten Beete weiterlesen

Spargeltarzan im Fermentierdschungel gefunden

Muss man sich schlecht fühlen, wenn man nicht zwingend mit absoluter Freude auf die jährliche Spargelzeit hineifert, das längliche Gourmetgemüse auch gerne links liegen lässt, wenn man die Wahl zwischen einer schnöden Karotte und dem strahlend weißen Königsgemüse hat? Shame on me… Richtig reizen tut der Spargel meine Wenigkeit nicht, es sei ihm aber eine… Spargeltarzan im Fermentierdschungel gefunden weiterlesen

Gut gelaugte Fufu-Brezeln

Typisch süddeutsches Laugengebäck wird hier mal anders aufgebrezelt. Bayerisches Weizenmehl weicht Maniokmehl, um genau zu sein die feine Variante davon also Fufu. Der Teig besteht aus: 500 Gramm Mehl, davon 400 Gramm Fufu und 100 Gramm weißes Mehl 350 ml eigenhändig gemolkener Sojadrink 1 Päckchen Hefe 1 TL Salz Eine Messerspitze Zucker Schütt, schütt und… Gut gelaugte Fufu-Brezeln weiterlesen

Griff in die Proteinschublade: Egusi Fleckerl

Ein Weilchen her, aber noch ausstehend ist die Verarbeitung der wundersamen Melonenkerne, alias Egusi. Diese Knabberei lebt im Inneren der „miracle melon„, ständig im Selbstfindungsprozess ob lieber Melone oder doch Kürbis. Eines ist aber sicher: proteinreich sind die Teile, taugen auch gut zum Andicken von Suppen und Saucen. Hier ein Vorschlag, der vom Üblichen abweicht.… Griff in die Proteinschublade: Egusi Fleckerl weiterlesen